Die Inflation hat im September 3,3 Prozent erreicht, so viel wie noch nie in diesem Jahr. Tanken kostet 37,1 Prozent mehr als vor einem Jahr, leichtes Heizöl 74,9 Prozent mehr. In Rheinland-Pfalz arbeiten fast zwei von drei Erwerbstätigen außerhalb ihres Wohnorts. Wer jeden Tag zur Arbeit fährt oder vor dem Winter den Öltank füllen muss, sieht diese Zahlen auf dem Kontoauszug.
Den Ölpreis macht der Weltmarkt. Den Preis an der Zapfsäule macht der Staat mit. Auf Energiesteuer und CO2-Preis schlägt er noch einmal 19 Prozent Mehrwertsteuer auf. Und an jeder Verteuerung verdient er automatisch mit: Von jedem Euro, um den eine Tankfüllung teurer wird, gehen rund 16 Cent an den Fiskus.
Am Geld fehlt es dem Staat nicht. Bund, Länder und Gemeinden haben 2025 so viel Steuern eingenommen wie nie zuvor, 989,8 Milliarden Euro. Der Staat hat ein Ausgabenproblem. Allein im ersten Halbjahr 2026 hat der Bund 8,4 Milliarden Euro mehr ausgegeben als ein Jahr zuvor.
Das Leben ist teuer genug. Ein Staat, der an jeder Preiserhöhung mitverdient und trotzdem nicht auskommt, muss zuerst bei sich selbst sparen. Was er an der Teuerung mitverdient, gehört denen, die sie bezahlen.
Quellen: Statistisches Bundesamt, Verbraucherpreisindex September 2026 und Steuereinnahmen 2025 · Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Datenblick 9/2025 · Bundesfinanzministerium, Monatsbericht Juli 2026
Fotos von FDP Rheinland-Pfalz Beitrag
· FDP Rheinland-Pfalz